Fremdenfeindlichkeit:Doppelt so viele Angriffe auf Flüchtlingsheime wie im Vorjahr

Rechtsextreme agieren immer häufiger gegen Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland. Das ergibt eine Kleine Anfrage der Linken im Bundestag. Die Zahl rechtsradikaler Aufmärsche war 2013 im Vergleich zum Vorjahr sogar sechsmal so hoch.

Die Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsheime hat sich nach Informationen der Linken im Bundestag im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Dies berichtete die Linken-Innenpolitikerin Ulla Jelpke unter Berufung auf eine entsprechende Kleine Anfrage ihrer Fraktion.

Demnach ist die Zahl rechtsextrem motivierter Delikte, bei denen eine Asylunterkunft Tatort oder Angriffsziel war, von 24 im Jahr 2012 auf 43 bis Ende November diesen Jahres gestiegen.

Zudem habe es 18 Aufmärsche vor Flüchtlingsunterkünften gegeben. Im Vorjahr seien es nur drei Kundgebungen gewesen.

Jelpke sieht rechtsextreme Gruppierungen wie die NPD, Pro NRW oder Kameradschaften als Anstifter der Angriffe. Deren Ziel sei es, die Flüchtlinge einzuschüchtern und die Bevölkerung rassistisch aufzuhetzen.

Der Bundesregierung wirft die Linken-Politikerin Verharmlosung vor, weil diese keine Systematik bei der Mobilisierung gegen Flüchtlingsunterkünfte erkennen wolle.

© Süddeutsche.de/dpa/kjan - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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